Formel 1 in der Schule

In diesem Jahr hat das GLH erstmals an der Veranstaltung Formel 1 in der Schule teilgenommen. Im Rahmen einer AG haben sich Jan Hendrik, Dario, Nick (alle 8b), Merrin und Georg (beide 8a) auf den Wettbewerb vorbereitet.

Die Aufgabe bestand darin, ein kleines Team zu gründen und wie in der Formel 1 alles für den Wettbewerb vorzubereiten. Dazu gehören u.a. die Suche nach Sponsoren, die genaue Kalkulation, die Präsentation vor Ort inkl. einer Teambox in der Boxengasse und natürlich die komplette Konstruktion eines kleinen Rennwagens. Neben der Einarbeitung in das Konstruktionsprogramm lag hier die größte Hürde, da das gesamte Projekt fast daran gescheitert wäre, dass die Gruppe niemanden gefunden hat, der das Auto mittels einer 3D-CNC-Fräse fräsen wollte. Nach langer Suche war dann die Autostadt in Wolfsburg bereit, dies für das Team zu übernehmen. So machte sich das Team am 01.02.2017 auf nach Wolfsburg, um die Autos fräsen zu lassen.

Nachdem die fertigen Autos ein paar Tage später am GLH angekommen waren, wurden die Autos lackiert, die Spoiler mit dem neuen, schuleigenen 3D-Drucker gedruckt und die Autos zusammengebaut. Dann ging es am Freitag, den 03.03. nach der Schule erneut nach Wolfsburg zum Wettbewerb, der ebenfalls in der Autostadt stattfand. Da Nick kurzzeitig erkrankte, sprang Ben (7b) ein, der die Gruppe begleitete und zum zweiten Team gehörte, das leider in diesem Jahr aus Zeitgründen noch nicht teilnehmen konnte.

Am Freitag hieß es dann erst einmal anmelden, alle technischen Spezifikationen angeben und alle Unterlagen abgeben, ehe ab 18.00 Uhr die Teambox aufgebaut werden durfte. Dafür waren dann exakt 2 Stunden Zeit. Nach dem erledigten Aufbau ging es dann in die Jugendherberge, um sich auf den nächsten Tag vorzubereiten.

  

Am Samstag begann der Wettbewerb gegen 8.30 Uhr und dauerte den ganzen Tag. Ohne jeden Test, der aus finanziellen Gründen nicht möglich war, war unser Team „Flashing Comet“ direkt im ersten Rennen gefordert. Die 25 Meter lange Strecke hat das Team dann in 1,379 Sekunden zurückgelegt und belegte damit den 9. von 14 Plätzen. Dies ist umso ehrenwerter, wenn man überlegt, dass unser Team in der Senior Wertung starten musste und sich mit Oberstufenschülern messen musste, die nicht nur viel mehr Erfahrung hatten, sondern auch ganz andere Mittel zur Verfügung hatten. Ein kleines Beispiel war ein Team, dass alleine für ein Radlager 1200 € pro Rennwagen ausgegeben hat. Insgesamt mussten 3 Rennwagen abgegeben werden. Unserem Team standen insgesamt 400 € zur Verfügung.

Insgesamt hat es dann zum 12. Platz in ganz Niedersachsen gereicht. Mit den Präsentationen und der Teamboxgestaltung konnten wir noch nicht mithalten, aber nun wissen alle, worauf es ankommt und wie man besser punkten kann.

Gegen 19.30 Uhr war dann alles abgebaut und in den Autos verstaut. Dabei gilt Familie Ahrens ein großer Dank, die das Team sowohl in den unmittelbaren Tagen davor, als auch beim Wettbewerb sehr stark unterstützt hat.

Am Ende waren sich alle einig, dass dies ein toller Wettbewerb ist und das GLH nächstes Jahr wieder mindestens ein Team stellen sollte. Die ersten Vorbereitungen laufen bereits wieder. Das Team „Flashing Comet“ war eines von nur 14 Teams aus ganz Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt, dass es überhaupt geschafft hat, in Wolfsburg in der Senior Liga teilzunehmen. Alleine das zollt dem Team größten Respekt.

Für die nächste Teilnahme suchen wir auf jeden Fall Verstärkung. Wer Lust hat und auch bereit ist, außerhalb der Schulzeit seine Zeit zu investieren, kann sich gerne bei einem Teammitglied oder direkt bei mir melden. Auch wenn jemand einen Tipp hat, wo wir eine 3D-CNC-Fräse nutzen könnten, die Holz verarbeiten kann, wären wir über solche Möglichkeiten sehr glücklich.

F. Kniedler
Bilder von: Iver Breese